Ortsbus Klosters-Serneus

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Die Geschichte vom Ortsbus Klosters-Serneus

 

Ortsbus Klosters-Serneus (OKS)

Der Ortsbus Klosters-Serneus wurde aufgrund des Antrages einer gemeinderätlichen Kommission im Jahre 1983 ins Leben gerufen. Von dieser Kommission wurde ein öffentliches Verkehrskonzept gefordert, welches die verschiedenen Fraktionen der Gemeinde Klosters-Serneus mit täglich 8 – 12 Kursen zu bedienen, vorsehen sollte. Ein Verkehrsplaner wurde beauftragt, einen entsprechenden Vorschlag auszuarbeiten. Im Jahre 1984 wurde aus den verschiedenen Kommissionen (Fahrzeugkommission / Streckenführungskommission /  Billetwesenkommission / Finanzierungskommission usw.) ein Konzept dem Gemeinderat vorgelegt, das alle geforderten Punkte wie das Erschliessen der Fraktionen Serneus / Monbiel / Klosters-Dorf / Selfranga mit Busgrössen von 40 – 60 Plätzen mit ca. 8 – 12 Kursen vorsah, die Finanzierung regelte, die Fahrstrecken bestimmte und die Fahrpreise festlegte.

 

Fahrzeugneuheit

Die Fahrzeuge sollten Niederflurbusse sein, in denen man die Skier mit in das Fahrzeug nehmen konnte und nicht wie damals üblich in andern Winterkurorten, in einen Korb am Heck des Fahrzeuges stecken musste. Der Grund dieser Bedingungen war, dass durch dieses neue Konzept die Ein- und Ausstiegszeiten erheblich verringert werden konnte. Das ewige Problem mit dem Heraus-reissen und Finden der eigenen Bretter im überfüllten Skikorb, zusammen mit der Angst der Bus würde jeden Moment abfahren, war mit der Idee eines solchen Niederflurbusses gelöst. Dieser hatte eine Einstiegshöhe von max. 32.cm und eine Wagen-Innenhöhe von über 2.20 m. Es ermöglichte dadurch die damals längeren Skier (noch vor dem Zeitalter des Carvingskis), problemlos ins Wageninnere mitzunehmen. Die Fahrzeuge hatten einen Stehbereich und einen etwas erhöhten Sitzbereich. Diese Art Fahrzeuge (heute im öffentlichen Verkehr eine Selbstverständlichkeit) galten als Novum im Fahrzeugbau. Auf dem Schweizermarkt gab es zu dieser Zeit nur eine Firma die ein solches Fahrzeug baute. Als Ortsbusbetrieb mit solche Fahrzeugtypen war die Gemeinde Klosters-Serneus bahnbrechend.  Keine der bekannten Kurorte kannte dieses System. Die Firmen, darunter Mercedes, Neoplan und Volvo haben erst seit ca. 1990 ein Niederflur im Angebot. Arosa und Davos liessen sich erst später auf dieses System ein (Arosa 1990 und Davos 1997).

 

Die Finanzierung

Neben der Gemeinde  sollte eine Trägerschaft von verschiedenen touristisch orientierten Unternehmungen für die Finanzierung des öffentlichen Verkehrs, zur Kasse gebeten werden. So wurde beispielsweise den Bergbahnen die Möglichkeit gegeben, anstatt ihre vom Baugesetz geforderten Parkplätze zu erstellen, dies mit einem jährlichen Beitrag an den Busbetrieb abzugelten.  Weitere Träger des Ortsbusses waren und sind heute noch Klosters Tourismus, REGA Abo-Vereinigung und die erwähnte Gotschna- und Madrisabahn. Das Defizit welches von der Gemeinde getragen wurde, belief sich damals auf ca. 40% der Aufwendungen.

 

Im Jahr 1984 hat der Gemeinderat und anschliessend das Volk dem erstmaligen 4-Jahre-Versuchsbetrieb zugestimmt. Später, im Jahr 1989 wurde das Netz um die Strecke Aeuja erweitert und vom Volk mit grosser Zustimmung als definitive Einrichtung durch die Gemeinde Klosters-Serneus eingeführt.

 

Der Start zum Ortsbus Klosters-Serneus

1. Dezember 1985

 

   

 

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Stand: 27.02.08